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5 Stufen des Körpergefühls

Nur wenn wir unser Körpergefühl entwickeln und immer wieder verfeinern, können wir die folgenden Stufen durchlaufen:

  1. Stufe: Das Körpergefühl muss sich auf der muskulären Ebene entwickeln.
  2. Stufe: Das Körpergefühl muss auf die Gesamthaltung des Körpers ausgedehnt werden. Der Köper wird also als Ganzes wahrgenommen.
  3. Stufe: Hier können wir energetische Zustände im Körper spüren.
  4. Stufe: Der Wechsel der energetischen Zustände, also der Energiefluss, wir wahrgenommen und verstanden.
  5. Stufe: Hier entwickeln wir Gefühl für unsere Knochen und Sehnen.

Wichtig: Die Übergänge zwischen den Stufen sind natürlich fließend und die einzelnen Stufen müssen natürlich immer weiter verfeinert werden.

Beispiel:

In Stufe drei können wir unterschiedliche energetische Zustände im Körper spüren, z.B. voll und leer. Wichtig ist aber die Einteilung des Körpers. Können wir energetische Zustände nur zwischen dem Oberkörper und Unterkörper unterscheiden, oder können wir im Oberkörper noch weiter zwischen oben und unten differenzieren? Wenn ja, wie fein? Voll und leer lässt sich natürlich auch noch weiter differenzieren. Zwischen ganz voll und ganz leer liegen unendlich viele Zwischenzustände.

Es ist schnell einzusehen, dass wir uns hier in einem Prozess befinden, der nie aufhören wird. Die Differenzierungen werden nur immer feiner.

Der Prozess, dass Körpergefühl weiter zu verfeinern, ist immer begleitet durch die Vertiefung der Entspannung! Entspannung findet also auch auf verschiedenen Ebenen statt.

Muskuläre Entspannung setzt voraus, dass man muskuläre Verspannungen spüren und lösen kann. Man muss unterscheiden können, welche Muskeln für das Halten einer bestimmten Position benötigt werden und welche nicht. Durch Haltungskorrekturen entsteht nach und nach ein Gefühl dafür,  was Entspannung auf der muskulären Ebene bei korrekter Haltung  bedeutet. Das Gefühl, das wir haben, wenn wir in ein schönes bequemes Sofa einsinken ist hier leider nicht mit „Gefühl für Entspannung“ gemeint. Das Wort „Entspannung“ ist vielleicht auch erklärungsbedürftig. Mit Entspannung, so wie ich den Begriff hier verwende ist immer der optimalste Zustand zwischen anspannen und nicht anspannen gemeint. Eine Position entspannt einzunehmen heißt nicht, dass die Position nicht anstrengend ist. Ganz im Gegenteil!

Durch eine korrekte, entspannte Haltung wird der Körper durchlässig für die Energie. Die Energie kann dann frei in unsere Körper fließen und wir können sie wiederum spüren.

Möchte man die Entspannung weiter vertiefen, stellt man schnell fest, dass Entspannung auch eine Mentale Komponente hat. Ist der Geist angespannt, durch z.B. Stress, dann verändert sich automatisch auch die Körperhaltung. Die veränderte Körperhaltung hat wiederum Muskelverspannungen zur Folge, usw. Je tiefer man in die Entspannung sinken will, desto ruhiger muss der Geist werden.

Wie lässt sich Körpergefühl & Entspannung üben?

Grundlegend dafür ist das richtige Verständnis von Entspannung. Dazu benötigt man „Messpunkte“. Diese hier im Detail aufzuführen würde nichts bringen, da diese gespürt werden müssen. Grob lassen sich die Messpunkte aber zu einem deutlichem Anzeichen zusammenführen:

Je größer die Belastung im Oberschenkel ist desto besser!

Die Übungen lassen sich in drei Bereiche einteilen:

  1. Entspannung in extremen Positionen
  2. Entspannung in leichten Positionen
  3. Entspannung in Bewegung

Entspannung in extremen Situationen: Das Stehen der Grundstellungen

 

Die Positionen werden tief gestanden. Durch eine Haltungskorrektur lässt sich die Entspannung erfahren. Diese Gefühl muss nun durch bewusstes Entspannen der Muskulatur versucht werden zu halten. Wichtig ist dabei nur, dass die Position gehalten wird. Arme müssen z.B. weiterhin gestreckt bleiben (wenn sie es vorher auch waren), …

Die Position kann durch Verdrehung von Hüfte und Taille erschwert werden. Während der ganzen Übungsphase ist der Fokus nach innen gerichtet. Es wird versucht zwischen natürlich und unnatürlichen Spannungszuständen zu unterscheiden. Mit unnatürlichen Spannungszuständen sind diejenigen gemeint, wo Muskeln angespannt werden, die für das Halten der Position allerdings nicht benötigt werden.

Wer so schon einmal gestanden hat wird sehr schnell erkennen, wie wichtig die mentale Seite der Entspannung ist. Während der Übung kommt sehr schnell der Gedanke auf, was mach ich hier eigentlich? Wie lange denn noch? … All diese Gedanken verhindern die Konzentration auf die Übung. Die Übung ist das „Spüren in den Körper“ . Die Übung heißt nicht: „Wer steht am längsten?“  Natürlich sind das auch Kraftübungen, aber wenn die Muskulatur schon gestärkt wurde, dann muss die Übung einen neuen Charakter bekommen. Viele stehen die Grundstellungen nur zur Kräftigung, aber die nächste Stufe, nämlich das Spüren in den Körper, wird oft nicht weitergegeben.

Entspannung in leichten Positionen

Die stehende Säule kann vereinfacht beschrieben werden, als eine Grundstellung, die hoch gestanden wird. Die Belastung in den Beinen ist also nicht so stark. Dadurch kann die Position viel länger gehalten werden und die Aspekt der mentalen Entspannung kann zuerst leichter umgesetzt werden. Da die Position länger gehalten werden kann, kann tiefer in die Entspannung gesunken werden. Allerdings muss hie beachtet werden, dass die mentale Komponente hier eine andere Schwierigkeit hervorbringt. Bei den Grundstellungen steht in Anstrengung im mentalen Fokus, hier eher das „Abdriften“ der Gedanken: Was mach ich morgen, das Essen war heute lecker, … In der stehenden Säule, können verschiedene Inhalte geübt werden. (Vergl. Gerhard Milbrat ) Wenn es wie hier um Haltung, Struktur, Körpergefühl geht, dann sind die folgenden Punkte zu beachten:

  1. Die Messpunkte, also grob die Belastung im Oberschenkel und die Fußsohlenbelastung dienen zur Selbstkorrektur.
  2. Es soll während der Übungsphase versucht werden die äußeren Zusammenschlüsse (Schulter-Hüfte, Ellenbogen-Knie, Hand-Fuß) herzustellen, damit diese dann später wirklich gespürt werden können.

Grundlegend für den Zusammenschluss von Ober- und Unterkörper und somit die Durchlässigkeit des Körpers, ist Korrektur der Hüftstellung. Diese kann nicht beschrieben werden, sondern nur in Übungen erklärt werden. Die Messpunkte helfen hier auch wieder sich selber zu korrigieren.

Entspannung in Bewegung

Das Ziel, Entspannung auch in Bewegung zu halten, um die einzelnen Phasen der Bewegung spüren zu können, kann am Besten erreicht werden, wenn man einfache, isolierte Bewegungen übt. Allerdings ist die Übungsmethode wichtig. Es müssen die Grundprinzipien der korrekten Haltung umgesetzt werden, die Messpunkte müssen beachtet werden und der Focus muss wieder nach innen und auf die Übung gerichtet sein. All diese Punkte lassen sich natürlich nicht direkt von Anfang an beachten. Die Reihen folge sollte die folgende sein.

Zuerst müssen die Grundprinzipien von Haltung umgesetzt werden. Diese können natürlich mit den Messpunkten kontrolliert werden, aber die Messpunkte können natürlich nur gespürt werden. Deswegen ist es durchaus sinnvoll die Haltung von außen, also mit einem Spiegel zu korrigieren. Diese optische Kontrolle muss allerdings nach und nach immer weiter durch das innere Spüren ersetzt werden. Das Spüren und deuten der Messpunkte sollte wiederum regelmäßig durch die optische Kontrolle überprüft werden.
Zen Fitness Köln

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